14. Dezember 2024
„Alle Welt ist erhellt“ – Weihnachtskonzert der Sängervereinigung
Evangelische Kirche Nieder-Saulheim
Weihnachtskonzert der Sängervereinigung
von Andrea Bischoff
Vorweihnachtliche Stimmung kam beim Weihnachtskonzert des Frauenchors INCOGNITO und des Männerchors Saulheim am 14. Dezember 2024 auf. In der bereits festlich geschmückten evangelischen Kirche Nieder-Saulheim begrüßte Pfarrerin Christina Weyerhäuser die Chöre nebst ihren Chorleitern Michel Götz und Gerhard Wöllstein. Das Publikum bekam in den darauffolgenden 1,5 Stunden einen musikalischen bunten Teller serviert, der mit modernen und klassischen Stücken für jeden Geschmack etwas bereithielt. Durch das Konzert führten Sabine Schütz, das Geburtstagskind des Tages und Andrea Bischoff.
Den Anfang machte das im gemischten Chorsatz vorgetragene „Bethlehem“ aus dem Musical „Martin Guerre“. Die Textzeile „Alle Welt ist erhellt“ lieferte auch das Motto des Konzerts.
Es folgte der Konzertteil, den der Männerchor alleine bestritt. Zu hören war als erstes „Weihnachtszeit – Kinderzeit“ von Udo Jürgens. Es folgte „Winterwunderland“, die deutsche Übersetzung des englischen Klassikers „Winterwonderland“ aus den 1930er Jahren. Ein Zeitensprung zurück ins 19. Jahrhundert nahm der Chor dann vor. Das auf Latein vorgetragene „Panis angelicus“ ist zwar kein Weihnachtslied im klassischen Sinne, fügte sich jedoch passgenau in den Reigen der stimmungsvollen Stücke ein. Hier erhielt der Chor Unterstützung durch die Mezzosopranistin Kathrin Saaler.
Es folgte „Hell vom Turm die Glocken künden“ nach einer Melodie von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie das „Trommellied“, welches vielen auch in der englischsprachigen Version als „Little Drummer Boy“ bekannt ist. Den Abschluss machte das in Anlehnung an den biblischen Psalm 134 verfasste „Der Herr segne Dich aus Zion“.
Den Übergang zwischen den Konzertteilen des Männer- und des Frauenchors vollzog Kathrin Saaler mit ihrem solistischen Vortrag des Abendsegens „Abends will ich schlafen gehen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.
Mit dem Konzertteil von INCOGNITO ging es nun weiter mit „The Man with the Bag“, welches der Chor a cappella vortrug. Es ist ein Stück aus den 1950er Jahren, in dem der Weihnachtsmann besungen wird, der mit dem Schlitten unterwegs ist, um Geschenke zu verteilen.
Skandinavisch-hyggelig wurde es mit dem dänischen Stück „Wintertime“, welches vom Zauber der kalten Winterzeit und dem Warten auf den Frühling handelt.
Es folgte ein amerikanischer Klassiker aus den 1940er-Jahre: „Have yourself a merry little Christmas“ aus dem Musicalfilm „Meet me at St. Louis“.
Im Anschluss trug der Chor „The Seal Lullaby“ vor, welches, basierend auf einem Text von Rudiyard Kipling, das Schlaflied einer Seehundmama für ihren kleinen Heuler darstellt.
Danach war das Publikum gefragt. Basierend auf einer Einsingübung, die Michel Götz regelmäßig mit dem Frauenchor durchführt, wurde die gesamte Kirche in drei Stimmlagen aufgeteilt. Dieser Publikumschor bildete die Grundlage für „Leise rieselt der Schnee“ – ein gemeinschaftliches Gesangserlebnis der besonderen Art.
Eine musikalische Reise nach Hawaii unternahm der Chor danach mit „Mele Kalikimaka“, was phonetisch an „Merry Christmas“ angelehnt ist.
Mitreißend wurde danach der traditionelle Spiritual „Go tell it on the mountain“ vorgetragen. Bei diesem Stück, wie auch bei „Have yourself…“ und „Mele Kalikimaka“ erhielt der Chor Unterstützung durch Achim Wendling am Schlagzeug.
Für den letzten Teil des Konzertes füllte sich der Altarraum erheblich, da nun auch wieder die Männer die Bühne betraten, um gemeinsam mit dem Frauenchor noch zwei weitere Stücke vorzutragen.
Es handelte sich hier zum einen um „Carol of the bells“, ein eigentlich ukrainisches Volkslied, welches auch als englischsprachiges Stück sehr populär ist und „The Rose“ von Bette Midler in einem Satz von Michael H. Kuhn, welches nach dem schwungvollen „Carol of the bells“ einen eher ruhigen Schlusspunkt setzte.
Im Anschluss hatte der Vorsitzende der Sängervereinigung, Fritz Dechent, eine ganze Reihe von Danksagungen vorzunehmen, um all die zu erwähnen, ohne die ein solches Konzert nicht möglich wäre – sei es die Kirchengemeinde für das Überlassen der Kirche; alle, die sich darum kümmern, dass die Chöre gut zu hören und zu sehen sind und viele andere, die am Gelingen dieser Veranstaltungen maßgeblich beteiligt sind. Langanhaltender Applaus war dann auch der verdiente Lohn der Sängerinnen und Sänger.
Aber was wäre ein Weihnachtskonzert der Sängervereinigung ohne einen gemeinsamen Abschluss mit dem Publikum? Diesen gab es zum einen musikalisch mit „O, Du Fröhliche“ und zum anderen im Anschluss zwischen den Kirchen, wo es bei Glühwein und Kinderpunsch die Möglichkeit gab, dieses stimmungsvolle Konzert noch gemeinsam ausklingen zu lassen.
Sängervereinigung Saulheim e.V.
Jahnstr. 90, 55291 Saulheim
Zuletzt aktualisiert: 25.03.2025